Die Psychosoziale Notfallversorgung innerhalb des Deutschen Roten Kreuzes
richtet sich an zwei Bereiche:
Zielgruppe
Betroffene
Einsatzkräfte
Bezeichnung
Kriseninterventionsteam (KIT)
Kollegialer Ansprechpartner (KAP)
Ziele
Psychosoziale Akuthilfe
Prävention
Begleitung
Nachsorge
Kriseninterventionsteam (KIT):
Das Kriseninterventionsteam im Kreis Segeberg betreut Menschen unmittelbar nach seelisch stark belastenden Erlebnissen. Beispielsweise Angehörige nach einem plötzlichen Todesfall, Opfer einer Gewalttat oder Augenzeugen eines belastenden Ereignisses.
In tragischen Notsituationen wie diesen, leistet das KIT Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Ehrenamtlich und unentgeltlich, rund um die Uhr, an jedem Tag des Jahres. Das KIT wird direkt durch die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten über die Leitstelle Holstein alarmiert.
Einsatzindikationen des KIT sind z.B.:
Unfälle mit Toten oder Schwerstverletzten
Erfolglose Wiederbelebungen
Begleitung der Polizei bei Todesbenachrichtigungen
Plötzlicher Kindstod
Großschadenslagen und Katastrophen
Das KIT bietet psychisch belasteten oder traumatisierten Menschen hilfreiche Nähe und unterstützt sie in den ersten Stunden bei der Realisierung und Verarbeitung des dramatischen Erlebnisses. Die Betroffenen werden stabilisiert und in ihrer Handlungsfähigkeit gestärkt. Soziale Netze werden aktiviert und weiterführende Hilfsangebote vermittelt. Die frühzeitige Unterstützung durch das KIT vermindert das Risiko von langfristigen seelischen Schäden, wie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).
Die Arbeitsgruppe Krisenintervention hat ihren Schwerpunkt in der einheitlichen, qualifizierten Ausbildung und Auswahl geeigneter Interessenten. Aufgabe der Arbeitsgruppe Krisenintervention (KIT) ist neben der Organisation des Angebotes der Betreuung von Angehörigen und Betroffenen in Notfallsituationen auch der Aufbau eines Nachsorgesystems für Einsatzkräfte aller Hilfs- und Rettungsdienste im Kreis Segeberg.
Ansprechpartner für das KIT-Team des DRK-Kreisverbandes Segeberg e.V. ist
Herr Oliver Balzer. Kontakt: KIT@drk-segeberg.org
Kollegialer Ansprechpartner (KAP):
Einsatzkräfte der Rettungsdienste, der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes handeln in Einsätzen mit hoher medizinischer und technischer Professionalität.
Der Umgang mit Leid, Sterben und Tod, einer Vielzahl an Verletzten oder auch das Arbeiten im Blickpunkt der Öffentlichkeit können für Einsatzkräfte manchmal subjektiv als belastend erlebt werden.
Ich bekomm' den Einsatz einfach nicht aus dem Kopf !
Der Geruch, die Geräusche, das Leid der Betroffenen ...!
Ich schlafe schlecht.
Ich bin unkonzentriert.
Mein Hobby macht mir zuweilen wenig Spaß.
Der Einsatz lässt mich nicht los.
Ist das noch normal?
Mit wem spreche ich darüber ?
Mit Kollegen ?
Mit Freunden ?
Wie werden die wohl reagieren ?
Wenn nach einem Einsatzerlebnis solche oder ähnliche Symptome auftreten und vieles vielleicht nicht mehr so ist wie zuvor, ist das zunächst kein Anlass zu großer Sorge. Der Auslöser für solche Symptome ist oft ein konkreter Einsatz oder die Ansammlung von mehreren Einsätzen. So ist es möglich, dass diese Symptome sich direkt im Anschluss an einen Einsatz zeigen und allmählich belastend werden. Es ist aber auch denkbar, dass sie mit einer langen Zeitverzögerung eintreten.
Von vielen Experten werden die auftretenden Symptome auch als "normale Reaktionen auf ein unnormales Ereignis" beschrieben.
Dann brauchen diese Menschen vielleicht selbst Unterstützung und Begleitung, damit das Erlebte richtig verarbeitet werden kann. Hierfür bietet der DRK-Landesverband Schleswig-Holstein eine Basis-Ausbildung zum Kollegialen Ansprechpartner (KAP) an, in der die Grundlagen der Einsatzkräfte-Nachsorge vermittelt und trainiert werden. Ziel der Ausbildung ist es, Einsatzkräfte des DRK im Bereich der Einsatzkräfte-Nachsorge zu qualifizieren, damit sie betroffenen Kameradinnen und Kameraden psychosoziale Unterstützung anbieten können.
Im DRK-Ortsverein Bad Bramstedt und Umgebung e.V. verfügt
Herr Nils Böttger, An der Hudau 33, 24576 Bad Bramstedt
Tel. 04192/8192333, Mobil 0173/1516469
über diese Ausbildung. Er steht für die Einsatzkräfte-Nachsorge jederzeit gerne zur Verfügung. Alle Gespräche und Hilfen erfolgen selbstverständlich vertraulich! Es werden Einzelgespräche und auch Gespräche in der Gruppe angeboten.
Im Bereich der Prävention wirkt der Kollegiale Ansprechpartner (KAP) durch regelmäßige Information über psychosoziale Unterstützungsangebote mit.
Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Bad Bramstedt und Umgebung e.V.
Altonaer Straße 22 · 24576 Bad Bramstedt /
Tel: 04192 7500 · Fax: 04192 7145 · Impressum · Intern
Spendenkonto: Sparkasse Südholstein Kto-Nr. 105 333 · BLZ 230 510 30